Energieberatung

Lassen Sie sich von uns beraten

Gerne beraten und unterstützen wir Sie bei Fragen zu Eigenverbrauchsoptimierung und anderen Energiethemen:

  • Optimierungspotential Ihrer Liegenschaft
  • Bildung eines Zusammenschlusses zum Eigenverbrauch
  • Zusammenstellung der Komponenten für Ihre Installation
  • Nachrüstungen, beispielsweise für Elektromobilität
  • Auswahl von Installationspartnern

Wissenswertes zum Thema Zusammenschluss zum Eigenverbrauch (ZEV)

Was ist ein ZEV?

Als Eigentümer einer Photovoltaikanlage können Sie den Strom Ihren Nachbarn, Miteigentümern oder Mietern verkaufen. Zu diesem Zweck besteht seit 2018 die Möglichkeit, einen Zusammenschluss zum Eigenverbrauch (ZEV) zu bilden. Sie können entweder mehrere Wohnungen in einem Mehrfamilienhaus (MFH) oder mehrere Gebäude eines Areals zu einem ZEV zusammenschliessen. Das Besondere beim Zusammenschluss mehrerer Gebäude ist, dass nur ein einzelner Anschlusspunkt zum örtlichen Stromnetz benötigt wird.

Bauliche Umsetzung

In einem Mehrfamilienhaus (MFH) installieren Sie eine PV-Anlage auf dem Dach und verbrauchen den selbst produzierten Strom in den einzelnen Wohnungen. Gegenüber dem Energieversorger benötigen Sie nur noch einen einzigen bidirektionalen Stromzähler, welcher zur Verrechnung des Netzbezugs und der Einspeisung des Überschusses verwendet wird. Der individuelle Stromverbrauch der Wohnungen wird stattdessen über geeichte Zähler verrechnet. Auch Wasserverbrauch und Heizwärme können mit geeichten Zählern gemessen werden.

Bei einem Areal schliessen Sie mehrere Gebäude zum Eigenverbrauch zusammen. Voraussetzung dabei ist, dass sich die Gebäude auf angrenzenden Grundstücken befinden. Die Grenzen dürfen sich jedoch auch über öffentliche Strassen, Eisenbahnlinien oder Bäche erstrecken. Gegenüber dem Energieversorger wird nur noch ein einziger Netzanschlusspunkt mit bidirektionalem Zähler für das ganze Areal benötigt. Die Messungen erfolgen wie beim MFH über geeichte Zähler.

Verwaltung

Eigentümergemeinschaften empfehlen wir, dass die Eigentümer die Photovoltaikanlage beim Kauf der Liegenschaft anteilsmässig erwerben. Für den ZEV unter Eigentümern wird ein Dienstbarkeitsvertrag sowie eine Nutzungs- und Verwaltungsordnung (Reglement) erstellt und im Grundbuch eingetragen. Gegenüber Aussenstehenden wird der ZEV durch einen Verwalter vertreten. Entweder wird ein Eigentümer oder externer Dienstleister als Verwalter gewählt. Dieser rechnet die Energiekosten gegenüber den einzelnen Eigentümern und dem Energieversorger ab. Es werden periodische Versammlungen im Rahmen der Eigentümerversammlungen abgehalten und eine Jahresrechnung erstellt. Jeder Teilnehmer des ZEV haftet nur bis zur Höhe seiner anteiligen Stromkosten.

Bei Mietobjekten empfehlen wir dem Eigentümer der Liegenschaft, beim Kauf die vollständige Photovoltaikanlage zu erwerben. Für den ZEV mit Mietern wird ein Zusatz zum Mietvertrag erstellt. Gegenüber Aussenstehenden wird der ZEV durch den Eigentümer als Verwalter vertreten. Es kann auch ein externer Dienstleister als Verwalter gewählt werden. Dieser rechnet die Energiekosten gegenüber den Mietern und dem Energieversorger ab.

Finanzielle Anreize für Investoren und Bewohner

Die Gestehungskosten heutiger Solaranlagen sind tiefer als ein Standard-Stromtarif eines Energieversorgers. Deshalb ist vom Gesetzgeber vorgesehen, dass der Tarif für selbst produzierten Strom nicht höher als der Netztarif (Hochtarif) festgelegt wird. Die Differenz zwischen den Gestehungskosten des Solarstroms und dem Netztarif kommt zu 50 % den Bewohnern und zu 50 % den Investoren zu Gute. Der Investor erhält zudem die Vergütung für allfällige Überschüsse. Durch den lokalen Stromverkauf erzielt der Investor eine voraussichtliche Rendite von ca. 5 – 10 %, abhängig vom Stromtarif des Energieversorgers, der Grösse der Solaranlage und dem Eigenverbrauchsgrad. Letzterer ist der selbst verbrauchte Anteil des lokal produzierten Solarstroms.

Zurück zu Lösungen